Das Recht der Unterdrückten

ZAVD Logo

Das Recht der Unterdrückten

In ca. vier Jahren ist der 100. Jahrestag, des ersten Völkermordes (Seyfo) im 20. Jahrhundert, der von den Jungtürken im Osmanischen Reich gegen die christlichen Völker (Assyrer, Armenier, Ponto-Griechen und arabischen Christen) durchgeführt wurde.
Die heutige Türkei ist ein Land, das mehr als 10 Millionen Migranten (Gastarbeiter) in den europäischen Ländern hat, die trotz allem oftmals Inakzeptanz ausüben und die christlich-abendländische Werte nicht achten.

Es sind solche Werte wie Toleranz, Gleichstellung und Würde, die sich in vielen europäischen Verfassungen wiederspiegeln.

Werte, die gleiche Chancen für Menschen verschiedener Religionen, Herkunftsländer und Kulturen geben, um in Frieden und Freiheit zusammen zu leben und zusammen für eine gemeinsame und friedliche Zukunft zu arbeiten, wo die Würde, Demokratie, die Akzeptanz, und der gegenseitige Respekt ganz groß geschrieben wird.

Das sind die Werte, die wir auch von den heutigen türkischen Politikern erwarten, doch leider scheinen wir noch weit davon entfernt zu sein. Anstatt der Akzeptanz hören wir immer noch Begriffe der Beleidigungen, Inakzeptanz und der pure Rassismus gegen alles, was nicht türkisch und nicht türkisch-muslimisch ist. Und das hören wir leider selbst aus den Mündern vieler junger Türken, die in der Diaspora geboren und aufgewachsen sind.

Die Entstehung ihrer bizarren und fremdenfeindlichen Weltanschauung ist nicht weiter verwunderlich, wenn Politiker aus der Türkei bei erstatteten Besuchen in den jewl. Staaten diese Menschen mit rassistischen und weiteren undemokratischen Parolen berieseln.
Wir fordern immer noch eine Entschuldigung und Wiedergutmachung für den Genozid von 1915 durch die Jungtürken, bei dem über 3 Mio. Menschen kaltblütig ermordet wurden, denn das ist unser Recht.

In der Zeit, wo die Kinder und die Kindeskinder der Täter und Opfer die gleichen Fabriken, die gleichen Schulen besuchen und in den gleichen Gesellschaften in den neuen Heimatländern leben,erwarten wir mehr Verständnis, mehr Toleranz und vor allem mehr Weltoffenheit in den Köpfen vieler türkischer Politiker zu diesem Thema, das leider immer noch tabuisiert und verdrängt wird. Eben das Thema des Völkermords gegen die Assyrer und andere christlichen Völker im Osmanischen Reich.

Zentralverband der Assyrer in Deutschland und europäische Sektionen (ZAVD)

Shlemon Yonan

1. Vorsitzender

Leave a Reply