Projekt Assyria TV soll überarbeitet werden

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Projekt Assyria TV soll überarbeitet werden

Bericht des Untersuchungsausschusses der drei assyrischen Verbände in Schweden (Erwachsenen-, Jugend- und Frauenverband) für das Projekt „Assyria TV“
Ende April 2011 wurde bei der Delegiertenversammlung des assyrischen Erwachsenenverbands in Schweden (Assyriska Riksförbundet i Sverige) ein Untersuchungsausschuss eingerichtet, um die Fakten um das Projekt Assyria TV aufzudecken und einen Vorschlag für den weiteren Verlauf des Projekts zu erarbeiten. Dieser Ausschuss Bestand aus Verantwortlichen des Projekts der vergangenen Vorstandsperiode, sowie je einen zuständigen der drei beteiligten Verbände.

Der Untersuchungsausschuss hat im September seine Arbeit beendet und einen kompletten Bericht an die Mitgliedsvereine der Verbände abgeliefert. Die angesetzte Mitgliederversammlung am 24. September wird ausschließlich dem Projekt Assyria TV gewidmet sein.

Der Bericht ist chronologisch aufgebaut: 1. Was war, 2. Was ist, 3. Wie sollte es weitergehen.

Zuerst wurde festgestellt, was alles passiert ist und welche Folgen das auf die Gegenwärtige Situation hat. Dabei kam heraus, dass das Projekt nicht organisiert und kontrolliert genug angegangen wurde. Es wurde ein Vertrag mit einer Internet TV Plattform abgeschlossen für Kapazitäten, die für Assyria TV kaum erreicht werden können. Dieser Vertrag würde jährlich circa 30.000 € schlucken und man wäre auf drei Jahre gebunden, was für die heutige Angebotsfläche im Internet völlig überflüssig war, sich auf Jahre zu binden. Es existierte kein redaktioneller Leitfaden und auch die Finanzierung wurdemit zu unrealistischen Augen ausgemalt. Im Bericht heißt es, dass man sehr optimistisch auf die Werbeeinnahmen und Großspenden von Einzelpersonen gesetzt hat. Dies ist jedoch realitätsfern, da man aus der Erfahrung weiß, dass eine solide Finanzierung nicht auf den Schultern von Spenden und Werbeeinnahmen aufbauen kann.

Ein weiterer Fehlschlag war es, einen großen Wert auf die ehrenamtliche Arbeit zu legen, um das Programm mit Inhalte zu füllen. Dabei wurde nicht bedacht, dass es schon bei der Verbandszeitschrift „Huyodo“ wenig Zuarbeiten von Artikel gab, die von Ehrenamtlichen geschrieben wurden. Und der Umfang zwischen dem, einen Artikel zu verfassen oder ein TV-Programm zu erstellen, ist immens.

Die Gegenwärtige Lage ist folgende:

3-Jahres Vertrag mit einem WebbTV Anbieter mit jährlichen Kosten bei circa 30.000 € (ausschließlich Ausstrahlungskosten)
Keine Organisation
Kein redaktioneller Leitfaden
Keine solide Finanzierung

Im Bericht ist auch ein ausführliches Modell beschrieben, wie man das Projekt Assyria TV tatsächlich umsetzen kann. Zu aller erst geht es um das Redaktionelle. Dabei hat der Ausschuss ein Leitfaden erstellt, der von der Mitgliederversammlung verabschiedet werden muss. In Diesem geht es um die Inhalte, Korrekturen, Namensbezeichnung und ähnliches. Desweiteren hat man sich um Alternativen für die Ausstrahlungsplattform umgesehen. Dabei kam „Vimeo Pro“ als Vorschlag. Dieses Angebot werde von 7 Millionen Nutzern weltweit genutzt und ist um ein vielfaches kostengünstiger und ohne vertragliche Bindung. Man ist der Ansicht, dass es für eine 1-2 jährige Testphase ausreichend sei.

Das Programm soll von professionellen Arbeitskräften erstellt werden.

Zur Problematik der Organisationsstruktur und der Finanzierung gab es einen umfassenden Vorschlag. Dabei heißt es, man sollte einen neuen Verein gründen, das „Assyriska Mediainstitut“ (z. dt. assyrisches Medieninstitut). Dazu ist ein Satzungsvorschlag erarbeitet worden. Wichtige Merkmale sind die der Finanzierung und Stimmberechtigung. Es geht dabei darum, dass alle Beteiligten ein gleichberechtigtes Mitsprache- und Verantwortungsrecht haben. Es lautet in dem Bericht, dass jeder Mitgliedsverband jährlich einen Mitgliedsbeitrag von umgerechnet circa 5500 € entrichten muss und dafür eine Delegiertenzahl von 3 erhält ein Bezirksverband einen Beitrag von umgerechnet circa 2750 € und eine Delegiertenzahl von 2 und jeder Verein ein Mitgliedsbeitrag von circa 1,50 € pro Mitglied und eine Delegiertenzahl von 1. Das Medieninstitut soll dadurch gleichberechtigt und auf viele Schultern lasten und durch die Einnahmen der Mitgliedsbeiträge die jährlichen Fix-Kosten sichern können. Ferner empfiehlt der Untersuchungsausschuss auch, das bisher gekaufte Inventar, welches im Besitz des Erwachsenenverbandes ist, dem Medieninstitut kostenlos zu überlassen.

Ein möglicher Startsendetermin ist zum 1. November angesetzt, je nachdem für was sich die Mitgliederversammlung Ende September entscheidet.

Den Bericht des Untersuchungsausschusses kann man hier auf schwedischer Sprache einsehen.

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