ISIS-Terror im Nordirak bedroht die assyrischen Christen

ZVAD Logo Alt Single

ISIS-Terror im Nordirak bedroht die assyrischen Christen

Die letzte assyrische Hochburg im Irak, die Ninive-Ebene ist aktuell durch den Terror der islamistischen ISIS existentiell bedroht. Bleibt eine Intervention durch die Weltgemeinschaft aus, droht ein Völkermord an den christlichen Minderheiten im Nordirak!

Zu den Gräueltaten der ISIS-Kämpfer an den christlichen Minderheiten gehören Vergewaltigungen, Entführungen und Mord. Die Zerstörung von Kirchen und anderen unwiederbringlichen Kulturgütern setzt sich fort. Die Mehrheit der Assyrer im besetzten Mossul befinden sich auf der Flucht, die letzten verbliebenen hundert Familien haben Angst ihre Häuser zu verlassen. Die Kleinstadt Baghdede mit überwiegend assyrisch-christlicher Bevölkerung befindet sich seit den letzten Tagen unter Beschuss der Islamisten. Zehntausende haben die Stadt bereits verlassen. Die wenigen Menschen, die sich nach aktuellen Informationen noch in der Stadt befinden, sind auf humanitäre Hilfe schnellst möglichst angewiesen.

Die Ninive-Ebene beginnt östlich von Mossul, und ist ein Bereich etwa in der Größe des Saarlands. Es ist der letzte Ort im Irak, in dem zwei nicht-muslimische Volksgruppen noch die Mehrheit der Bevölkerung bilden – nämlich die Assyrer und Yeziden. „Wir sind im ständigen Kontakt mit den Assyrern in der Region und die Lage ist mehr als bedrohlich“, so der 1. Vorsitzende des Zentralverbands der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland, Johann Roumee. „Wenn die Weltgemeinschaft nicht unmittelbar eingreift, werden die letzten assyrischen Gebiete im Irak entvölkert und entchristianisiert.“

Leave a Reply