Irak: Nach über tausenden Jahren ist Mosul christenfrei

Irak: Nach über tausenden Jahren ist Mosul christenfrei

Die Dschihadisten des Islamischen Staats im Nordirak hatten Christen ein Ultimatum gestellt: fliehen oder konvertieren. Die Hauptstadt erschütterte eine Anschlagsserie.

Die Terrorgruppe (IS) habe über die Lautsprecher der Moscheen den mehrheitlich assyrischen Christen bis Samstagmittag Zeit gegeben, zum Islam zu konvertieren oder die Stadt zu verlassen. Sollten sie sich weigern, erwartet sie der Tod. Tausende christliche Einwohner versuchen nun die nordirakische Stadt Mosul zu verlassen. „Sie sind auf dem Weg nach Dohuk und Erbil, sagte Patriarch Louis Sako.“ „Erstmals in der Geschichte des Iraks gibt es keine Christen mehr in Mosul.“ Die assyrische Gemeinde der Millionenstadt ist eine der ältesten des gesamten Landes gewesen. In Mosul haben Mitglieder der Terrorgruppe der sogenannte „Islamischer Staat“ (IS) damit begonnen, Häuser und Grundstücke von Christen mit dem arabischen „N“ zu markieren. Das „N“ stehe für „Nasara“ und heiße übersetzt „Christen“. Das berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker. „Die Weltgemeinschaft wird aufgefordert, die weitere systematische Vertreibung der Assyrer zu verhindern!“, so der 1. Vorsitzende des Zentralverbandes der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäischen Sektionen e.V., Johann Roumee. „Gerade die deutsche Politik und demokratische Gesellschaft dürfen einen Genozid an einer Minderheit nicht tolerieren. Die Kirchen bitten wir  unmittelbar Hilfe zu leisten!“

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