ZAVD bei Sonderdebatte im Bundestag

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ZAVD bei Sonderdebatte im Bundestag

In einer Sondersitzung des Bundestages am 1. September 2014 stimmte eine große Mehrheit der Abgeordneten dafür, Waffen an die Peschmerga-Kämpfer im Nordirak zu liefern. Der Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäische Sektionen (ZAVD) e.V. begrüßt die Entscheidung unserer Volksvertreter, fordert aber zugleich die Bundesregierung auf, dringend weitergehende Entscheidungen zu treffen um die Terrormilizen des Islamischen Staats (IS) zu stoppen.

Neben Vertretern des ZAVD, vertreten durch Janet Abraham, Johann Roumee und Grigo Simsek, nahmen auch Vertreter des Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland (ZOCD), als auch des Zentralrat der Yeziden sowie weitere Vertreter an der Sondersitzung teil.

Im Anschluss erhielt der ZOCD, vertreten durch Simon Jacob, die Möglichkeit, unter Beteiligung interessierter Abgeordneter und Vertretern, über die Komplexität der Thematik zu referieren. Dazu wurde online zu verschiedenen Experten geschaltet, um die Situation aus verschiedenem Blickwinkel betrachten zu können. Dabei sind zu erwähnen Savina Dawood aus dem Irak (Erbil), IHS – Analyst Firas Abi Ali aus dem Vereinigten Königreich (London) und Vertreter christlicher Milizen aus Syrien.

Anschließend fand ein Empfang auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion Herr Volker Kauder statt, an dem verschiedene Politiker und geladene Gäste teilnahmen und die Gelegenheit nutzten, sich intensiv über die Thematik auszutauschen.

Der ZAVD machte in einer Stellungnahme deutlich, dass die Bundesregierung sich verstärkt dafür einsetzen muss, dass die Region unter Schutz eines starken UN Mandates gestellt wird. Weiter heißt es, dass die christliche Bevölkerung sich eigene Sicherheitsstrukturen etablieren muss. Dazu gehöre es auch, „sie zu trainieren und mit Waffen auszustatten.“ Außerdem solle es für die Flüchtlinge eine „direkte Hilfe zum Wiederaufbau ihrer Häuser geben. Nur so können die Menschen in Zukunft in ihrer angestammten Heimat im Irak in Frieden und Sicherheit leben.“

Derzeit befinden sich über 200.000 christliche Assyrer auf der Flucht.

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