Akitu 6765 – Mitteilung des AJM zum Assyrischen Neujahrsfest

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Akitu 6765 – Mitteilung des AJM zum Assyrischen Neujahrsfest

„Neues bringt Veränderungen mit sich“ – ein Satz, der auch in den kommenden Monaten in den unterschiedlichsten Bereichen seine Spuren hinterlassen wird. Angesichts der leidbringenden Ereignisse in den Heimatgebieten – in Syrien und dem Irak – wird dem neuen Jahr ebenfalls mit großer Hoffnung auf einen friedlichen Neuanfang entgegen geschaut.

Am heutigen Tag – dem 1. April – wird eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse des assyrischen Volkes zelebriert. Die Rede ist vom assyrischen Neujahresfest „Akitu“, hinter dem ein jahrtausendealter Brauch steckt und dessen Ursprünge bis in die altassyrisch-babylonische Zeit zurückzuführen sind. Bedenkt man, dass der April bis heute noch für die Fruchtbarkeit sowie für das Entstehen neuen Lebens steht, so ist es wenig verwunderlich, wieso die alten Assyrer, die damit symbolisch große Hoffnung auf das neuangebrochene Jahr setzten, gerade diesen Monat für den Beginn des neuen Jahres auswählten.

Heute feiern die Assyrer weltweit das kulturelle Jahr 6765 und damit ihre Verbundenheit mit ihrer Geschichte, Tradition und Kultur.
„Neues bringt Veränderungen mit sich“ – ein Satz, der auch in den kommenden Monaten in den unterschiedlichsten Bereichen seine Spuren hinterlassen wird. Angesichts der leidbringenden Ereignisse in den Heimatgebieten – in Syrien und dem Irak – wird dem neuen Jahr ebenfalls mit großer Hoffnung auf einen friedlichen Neuanfang entgegen geschaut.

Gerade durch die traurige Nachricht des Entschlafens Mar Dinkhas IV, dem Patriarchen der Assyrischen Kirche des Ostens, schien ein hoffnungsvoller Neuanfang für viele Glaubensgeschwister zu scheitern, da sich gerade zu dieser Zeit viele durch die Kirche Halt und Unterstützung erhoffen. Mit einer baldigen Neuwahl eines neuen Kirchenoberhaupts der Assyrischen Kirche des Ostens wird hoffentlich auch hier ein neues und helles Licht aufflackern, das vielen neuen Mut spenden und positive Veränderungen mit sich bringen wird, ähnlich wie es durch den neuen Patriarchen der syrisch-orthodoxen Kirche, Ignatius Ephrem II. Karim, geschehen ist, der innerhalb von kurzer Zeit viel Positives bewirken konnte.

6765 erinnert aber auch an das Jahr, das einen tiefen Einschnitt in die assyrische Geschichte herbeiführte – 100 Jahre Seyfo, dessen Gräueltaten 1915 begannen und bis in die heutige Zeit andauern. Durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit möchten wir unsere Stimmen laut erheben und über dieses wichtige Thema aufklären und aufmerksam machen, um für diejenigen zu sprechen, die keine Stimme (mehr) haben.
Auch auf uns als Bundesverband werden ab Mitte April durch die Neuwahlen eines neuen AJM-Vorstandes sowie durch die Planungen neuer Projekte und Veranstaltungen einige strukturelle Neuerungen zukommen. Wir freuen uns auf bereichernde Ideen und Denkanstöße für unseren Verband, die unsere Jugendarbeit – wie bisher – erfolgreich voranbringen werden. Weitere Informationen diesbezüglich werden in den nächsten Tagen folgen.

In diesem Zusammenhang möchten wir euch gerne noch auf die diesjährige Neujahresveranstaltung des ZAVD aufmerksam machen, welche am 05. April im Ardepark (Saal 1) in der Robert-Bosch-Straße 9 in Hofheim Wallau stattfinden wird. Neben der musikalischen Unterstützung von Fadi Karat und seiner Band, erwarten euch weitere kulturelle Programmpunkte, auf die ihr euch freuen dürft. Ein Teil der Einnahmen werden den Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak gespendet.

Wir freuen uns auf das was kommt und wünschen euch im Namen des Vorstandes sowie des gesamten Verbandes ein frohes assyrisches Neujahresfest 6765!

Euer Vorstand
Assyrischer Jugendverband Mitteleuropa e.V.

 

Gütersloh, den 01. April 6765/2015

 

Hier die PDF Datei:

Mitteilung_01_April_6765_2015

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