Bewegende und emotionale Tage in Berlin zum 100 jährigen Gedenktag des Völkermordes von 1915!

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Bewegende und emotionale Tage in Berlin zum 100 jährigen Gedenktag des Völkermordes von 1915!

Die letzten Tage in Berlin waren wahrlich verbunden mit ganz besonderen und historischen Ereignissen. Am Donnerstag, den 23.04.15 beim Ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom hat der Bundespräsident Joachim Gauck eine Ansprache gehalten, in der er die Geschehnisse von 1915 im Osmanischen Reich, denen 1,5 Millionen Armenier, 750.000 Assyrer/Aramäer und 750.000 Pontosgriechen zum Opfer fielen, beim Namen genannt: Völkermord. Im Anschluss …

Die letzten Tage in Berlin waren wahrlich verbunden mit ganz besonderen und historischen Ereignissen. Am Donnerstag, den 23.04.15 beim Ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom hat der Bundespräsident Joachim Gauck eine Ansprache gehalten, in der er die Geschehnisse von 1915 im Osmanischen Reich, denen 1,5 Millionen Armenier, 750.000 Assyrer/Aramäer und 750.000 Pontosgriechen zum Opfer fielen, beim Namen genannt: Völkermord.

Im Anschluss des Gottesdienstes folgte ein Lichterzug, veranstaltet von der Aktiven Armenischen Jugend, bei dem die Teilnehmer mit ihren Flaggen und Schildern und einer Grabkerze bis zum Brandenburger Tor zogen. Begleitet wurde dieser von melancholischer armenischer Musik.
Von den ca. 1000 Teilnehmern, waren sowohl Armenier, als auch Assyrer/Aramäer und Deutsche vertreten. Beim Brandenburger Tor angekommen, folgte eine Kundgebung, in der Ansprachen, Gedichte und Lieder vorgetragen wurden. Auch der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Partei Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, hielt eine Rede, in der er seine Forderung nach einer unverzüglichen Anerkennung des Völkermords Ausdruck verlieh. Ein Vertreter vom Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland (ZAVD) hielt neben Vertreter des armenischen Diözesanbeirats und der Deutsch-Armenische Gesellschaft ebenfalls eine Ansprache.

Auch jugendliche Mitveranstalter schilderten ihre Gefühle und Belange bezüglich der mangelnden Anerkennung. Für eine ganz besondere Überraschung sorgte die Illumination des Brandenburger Tors, in der die Zahl 1915, die Vergissmeinnichtblume und 2015 abgelichtet wurden.
Am darauffolgenden Tag folgte, die Bundestagsdebatte bezüglich des Völkermords.
Hier trugen alle Parlamentarier Anträge vor, in denen sie die Geschehnisse von 1915 klar als Völkermord bezeichneten und die unverzügliche Anerkennung seitens der Bundesregierung forderten. Nun muss ein endgültiger Antrag ausgefertigt werden, in dem alle Anträge berücksichtigt werden, welcher dann schließlich einer Abstimmung unterliegt.

Da sich alle Parlamentarier in der Formulierung der Geschehnisse einig sind, wagt man nun aufs Beste zu hoffen. Am Samstag, den 25.04.15 folgte die angekündigte Großdemonstration, bei der sich etwa 5000 Armenier, Assyrer/Aramäer, Griechen, aber auch Deutsche und viele Angehörige weiterer Nationen zusammenschlossen und durch die Straßen für die Anerkennung des Völkermords von 1915 zogen. Insgesamt verlief die Demonstration friedlich und sehr harmonisch. Für die Nachfahren der Opfer waren diese drei Tage sehr wichtig, da die Medien sowie die Politik nun endlich klare Worte für die Ereignisse von 1915 fanden. Nun bleibt abzuwarten, was in den folgenden Wochen im Parlament beschlossen wird.
Eins müsste jedoch nun jedem klar geworden sein, ob Politiker oder Bundesbürger:
Völkermord ist Völkermord.

ZAVD Delegation

 

 

 

 

Unsere ZAVD Delegation nach der Bundestagsdebatte zum Seyfo 1915…mit Bundstagsabgeordneter Omid Nouripour (Grüne) in der Mitte.
ZAVD Delegierte: Johann Roumee (rechts), Janet Abraham und Petrus AfremBarsom (links)

 

Vertreter an diesem Wochenende waren:

Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen Deutschland und europäischen Sektionen e.V.

Assyrischer Jugendverband Mitteleuropa e.V.

Save Our Souls (SOS)

 

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