Erste-Hilfe-Kurs für Geflüchtete in Paderborn am 12. Februar

Bshayno.Willkommen. Erste Hilfe Kurs Paderborn 12.02.2017 Nora Liebetreu Image00001

Erste-Hilfe-Kurs für Geflüchtete in Paderborn am 12. Februar

Im Rahmen des Aktion Mensch Projekts B’shayno.Willkommen., das vom Assyrischen Jugendverband Mitteleuropa e.V. (AJM e.V.) und der djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband NRW e.V. (djoNRW e.V.) in NRW umgesetzt wird, haben zahlreiche junge Geflüchtete Kinder- und Jugendverbandsarbeit kennengelernt. Mit der Zeit haben immer mehr der Geflüchteten angefangen selbst aktiv in den Verbänden zu werden, sich ehrenamtlich zu engagieren und für andere Jugendliche einzusetzen.

Ehrenamtlich tätig zu sein ist eine große Aufgabe, die viel Einsatz fordert und an Verantwortungsbewusstsein geknüpft ist. Dazu gehört auch im Notfall zu wissen, was zu tun ist und handeln zu können, wenn es um ein Menschenleben geht. In diesem Zusammenhang haben die Diözesanreferentin Katrin Pape-Siegenbrink des Malteser Jugend und die djoNRW-/AJM-Projektleiterin Nora Liebetreu gemeinsam den Erste-Hilfe-Kurs für Geflüchtete organisiert. Die über 20 Teilnehmer*innen mit eigener Fluchterfahrung machen bereits alle beim Projekt B’shayno.Willkommen. mit und möchten sich (noch stärker) ehrenamtlich einsetzen.

Der Erste-Hilfe-Kurs fand am 12. Februar in der Kulturwerkstatt statt und wurde von Annika Feldmann geleitet und von Amir Tadres ins Arabisch übersetzt. Die Übungen des Kurses reichten von er Nutzung des AED-Geräts über Mund-zu-Mund-Beatmung bis hin zur stabilen Seitenlage. Jegliche Übungen wurden umfangreich erklärt, anschaulich vorgeführt und dann von den Teilnehmenden ausprobiert und eingeübt.

Die Teilnehmer*innen des Kurses sind begeistert. „Ich habe jetzt keine Angst mehr, wenn etwas passiert und ich gefordert bin Erste-Hilfe zu leisten“, erzählt Youssef Hanna. Auch Adib Asho freut sich am Kurs teilgenommen zu haben: „Es gab eine Menge neuer Informationen an diesem Tag.“ „Mich hat vor allem die familiäre Atmosphäre bei dem Kurs beeindruckt“, erklärt Orshina Alhamms, die sich freut nun die grundlegenden Prinzipien der Erste-Hilfe-Leistungen zu kennen.

Die familiäre Atmosphäre kam vor allem in der Mittagspause zum Ausdruck, die von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit assyrischem/aramäischem Migrationshintergrund tänzerisch genutzt wurde. „So haben auch Amir und ich etwas Neues kennenlernen dürfen. Die assyrischen Tänze haben uns total beeindruckt“, erzählt Annika Feldmann und beschreibt außerdem: „Der Kurs hat auch mir eine Menge Spaß gemacht, weil die Teilnehmenden einfach viel Spaß an dem Kurs hatten, offen waren und großes Interesse an den Übungen zeigten. Außerdem freue ich mich, dass die Teamarbeit mit Amir und das Übersetzen ins Arabisch so gut geklappt haben. Wir freuen uns auf weitere Erste-Hilfe-Kurse.“

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